 |
|
|
|
|
Donnerstag, 09.09.2010, 11:04
|
|
|
| |
| |
Der Tukan (Pfefferfresser) |
|
| |
| (Text und Fotos: Thomas Levy, netPortal.de) |
| |
Die Tukane bilden innerhalb der Ordnung der Spechtvögel (Piciformae) die Familie Ramphastidae. Es gibt über 40 verschiedene Arten, die eine Grösse zwischen 30 und 60cm erreichen, der mächtige, bunte Schnabel wird bei einzelnen Arten bis zu 25cm lang.
Tukane kommen in den tropischen Urwäldern Mittel- und Südamerikas zwischen Südmexiko und Nordargentinien vor, die Hauptverbreitung liegt im Amazonasgebiet, wo sie versteckt in den Baumwipfeln leben. Unter anderem wegen seines grossen Schnabels, der die Hälfte der Körpergroesse ausmacht, ist der Tukan kein guter Flieger, weshalb er den Boden meidet. Bei einigen Arten erreicht der Schnabel die Körperlaenge. Er ist innen wabenförmig gebaut, also nicht massiv.
Der Schnabel dient der zwischenartlichen Erkennung und der Balz. Bei Angriffen kann er allerdings auch erfolgreich zur Verteidigung eingesetzt werden. Der Grund fuer die Grösse des Schnabels, der eigentlich eher hinderlich ist, ist noch nicht erforscht.
Die Grundfarbe des Gefieders ist bei den meisten Arten schwarz, wird aber durch bunte Bereiche unterbrochen.
Tukane leben paarweise oder in Gruppen von maximal 12 Tieren. Sie nisten in Baumhöhlen, in die sie jährlich ein Gelege mit 2-4 Eiern legen. Diese werden etwa 18 Tage bebrütet, wobei sich beide Elterntiere abwechseln. Die Jungtiere sind - wie bei vielen anderen Vögeln auch - nackt und blind. Es dauert fast 2 Monate bis die kleinen Tukane flügge werden.
Die Nahrung der Tukane besteht vor allem aus Früchten und Beeren, aber auch Insekten, Eiern oder Fisch. Es kommt auch vor, dass sich Tukane gegenseitig Beeren zuzuwerfen. |
|
|
|
|
|
|
|
|