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Sonntag, 01.08.2010, 01:47
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Die Fossa/Frettkatze (Cryptoprocta ferox) |
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| (Text und Fotos: Thomas Levy, netPortal.de) |
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Die Fossa oder Frettkatze gehört zu den Schleichkatzen und ist das grösste Raubtier Madagaskars. Sie wird mit einer Kopf-Rumpf-Länge von bis zu 80cm und einem etwa gleich langem Schwanz in etwa so gross wie ein Fuchs. Die Tiere sind streng geschützt, allerdings wird ihr Lebensraum immer weiter zerstört. Die Fossa lebt in den Wäldern und ist dort dämmerungs- und nachtaktiv. Die seit mindestens 65 Mio. Jahren existierenden Frettkatzen sind als Übergangsform zwischen den Schleichkatzen und den echten Katzen zu sehen, da sie die Merkmale beider Seiten vereinigen. Der Kopf ist rund, die Schnautze jedoch länger als bei den echten Katzen. Der Körper ist schlank und langgestreckt, die Hinterbeine sind länger als die Vorderbeine, das Fell ist kurz und dicht und einfarbig rotbraun. Die Augen und Ohren sind gross, um das nachtaktive Leben zu erleichtern.
Fossas sind Einzelgänger und leben sowohl in den Bäumen als auch auf dem Boden. Sie sind sehr gute Kletterer. Ihre Nahrung besteht vor allem aus Halbaffen und Vögeln. Sie jagen jedoch auch kleinere Haustiere wie Hühner und kleine Säugetiere, was sie bei den Bewohnern Madagaskars zu gefürchteten Jägern macht.
Nur zur Paarungszeit zwischen April und Mai dulden die Fossas die Anwesenheit von Artgenossen. Die Geschlechtsreife wird nach etwa 3 Jahren erreicht, bei einer Lebenserwartung von rund 20 Jahren. Der eigentliche Paarungsakt dauert bis zu drei Stunden und das Weibchen paart sich während der mehrtägigen fruchtbaren Zeit mit mehreren Männchen. Nach einer Tragezeit von etwa 2 Monaten werden 1 bis 4 Junge gebohren, die die Mutter alleine versorgt. Erst nach 2 Jahren sind die Jungen vollständig entwoehnt und selbständig. |
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